Pfingstrosen – Pflanzung und Pflege

PfingstrosenEs gibt 32 unterschiedliche Arten der Pfingstrosengattung, die auch als Päonien bekannt sind. Innerhalb der Gattung gibt es zwei verschiedene Ausprägungen, die sich hinsichtlich der Wuchsart unterscheiden. Bekannter sind die Staudenpfingstrosen, die krautig wachsen und einen dicken, knollenartigen Wurzelstock aufweisen.

Im Winter stirbt diese Sorte oberirdisch vollkommen ab und wächst im Frühjahr wieder vollkommen neu aus den unterirdischen Pflanzenknollen heran. Die zweite Sorte der Pfingstrosen bildet verholzte Zweige und wächst als Halbstrauch oder Strauch heran. Im Winter fallen nur die Blätter ab, die verholzten Strukturen bleiben bestehen.

Die Staudenpfingstrosen werden bis zu 1 Meter groß, die Strauchpfingstrosen sogar bis zu 2,5 Meter. Die Blüten werden bis zu 20 Zentimeter groß. In Europa ist die bekannteste Art der Staudenpfingstrose die Bauern-Pfingstrose aus dem Mittelmeerraum. Aber auch die Gruppe der ebenfalls zu den Staudenpfingstrosen gehörenden Edel-Päonien aus dem asiatischen Raum erfreut sich in Europa immer größerer Beliebtheit, da sie höher wachsen und stabilere Strukturen aufweisen.

Die Strauchpfingstrosen weisen je nach Art weißliche, rosafarbene, rötliche, purpurne oder violette Blüten auf. Dank der großen Artenvielfalt bei den Staudenpfingstrosen und der durch Zucht gewonnenen neuen Arten gibt es hier fast das gesamte Farbspektrum bei der Blütenfarbe.

Welche Pfingstrosen eigenen sich für einen Rosenbogen?

Am besten eignen sich die asiatischen Edel-Päonien für einen Rosenbogen, da sie stabile Stängel haben und gleichzeitig sehr biegsam sind. Ein besonders gut geeignetes Exemplar ist hierbei die Pfingstrosenart „Border Charme“, auch als Chinesische Edel-Pfingstrose bekannt. Sie hat sehr breite, blassgelbe bis kräftig gelbe Blüten mit purpurfarbenen Akzenten und wächst bis zu 80 Zentimeter hoch.

Diese Pfingstrosenart hat einen regelmäßigen Wuchs und große, gezackte Blätter. Durch diesen besonderen Wuchs und ihren robusten, aber auch biegsamen Stängel, wächst sie auf besonders schöne, ausgeglichene Art an einem Rosenbogen entlang und sorgt dafür, dass dieser lückenlos bewachsen ist.

Pflege von Pfingstrosen

Pfingstrosen sind sehr zähe Pflanzen, müssen aber trotzdem gut gepflegt werden. Am besten ist es, sie an einen ausreichend sonnigen Ort zu setzen. Ein halbschattiger Ort ist ebenfalls denkbar. Die Pfingstrosen mögen keine vollsonnigen Standorte; es darf allerdings auch nicht zu feucht sein. Ein hoher Grundwasserstand ist daher Ausschlusskriterium. Optimal ist ein nährstoffreicher, lockerer Lehmboden mit einer mitteldicken Humusschicht.

Am besten pflanzt man die Pfingstrose im Herbst. Bei Staudenpfingstrosen muss beachtet werden, dass man sie nicht zu tief setzt -5 Zentimeter sind ausreichend – bei Strauchpfingstrosen hingegen können es gut 10 Zentimeter sein. Das Wurzelwerk sollte jedoch nur mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt sein. Es sollte darauf geachtet werden, dass ausreichend Platz für jede Pfingstrose gegeben ist und dass auch keine anderen Pflanzen in der Nähe wachsen, z.B. flachwurzelnde Bäume oder Pflanzen mit großem Wurzelwerk, da diese den Wuchs der Pfingstrose beeinträchtigen können.

Sollen ältere Pfingstrosen umgepflanzt oder vermehrt werden, so müssen sie vorher geteilt werden. Hierzu wird die Pflanze ausgegraben und mit einem scharfen Spaten präzise geteilt. Danach müssen die Teilstücke sofort wieder neu verpflanzt werden. Von einer vollständigen Umpflanzung wird allerdings abgeraten, da die Pfingstrosen am besten am selben Standort gedeihen.

Über das ganze Jahr hinweg müssen abgestorbene Pflanzenteile entfernt werden. Nach der Blüte sollten auch Samenstände entfernt werden, wenn man nicht selbst züchten möchte, da sie der Pflanze viel Kraft rauben. Im Herbst wird das Laub der Staudenpfingstrosen entfernt, damit es nicht zu einer Pilzbildung kommen kann. Strauchpfingstrosen können im Herbst zurückgeschnitten werden, um einen kräftigeren Austrieb im Frühjahr zu fördern.

 

Pfingstrosen düngen

Staudenpfingstrosen werden optimaler Weise zweimal im Jahre gedüngt: das erste Mal kurz nach dem neuen Austrieb, das zweite Mal kurz nach Verblühen. Auf diese Art und Weise kann die Pfingstrose sich schon für das nächste Jahr gut vorbereiten. Der Düngstoff sollte schwach phosphor- oder kaliumhaltig sein.

Denkbar ist auch natürlicher Dünger. Wichtig ist allerdings, dass der Dünger nicht zu stickstoffhaltig ist. Der Dünger sollte nicht direkt an der Pflanze angebracht werden, sondern vorsichtig im Boden rundherum eingearbeitet werden. Auch eine zu große Menge von Dünger ist schädlich. Generell gilt – besser zu wenig, als zu viel. Die Pfingstrose kann sich in einem guten Boden auch zum großen Teil selbst mit Nährstoffen versorgen. Diese Punkte sind sehr wichtig, denn sonst können die Pfingstrosen absterben.

Pfingstrosen gießen

Generell gilt, dass Pfingstrosen zwar regelmäßig, aber nicht übermäßig gegossen werden sollten. Als Faustregel gilt, dass man gießen sollte, wenn die oberste Schicht des Bodens spürbar ausgetrocknet ist. Besonders ist darauf zu achten, dass keine Staunässe entsteht. Ist das Frühjahr sehr trocken, dann muss man Pfingstrosen jedoch etwas mehr gießen, um so den Blütenaustrieb zu fördern. Es ist darauf zu achten, dass die Blätter und Blüten der Pflanze selbst beim Gießen nicht befeuchtet werden.

Die Pflanzen sollten am frühen Morgen oder am späten Nachmittag gegossen werden, denn in der Mittagssonne verdunstet sonst zu viel Feuchtigkeit.

Pfingstrosen winterfest machen

Pfingstrosen stammen zum großen Teil aus den Bergwäldern Chinas und sind harte Winter gewöhnt. Jedoch ist es trotzdem sinnvoll, besonders jüngere Pflanzen im Spätherbst mit Fichtenreisig oder Rindenmulch abzudecken. Diese Abdeckung muss jedoch im Frühjahr rechtzeitig vor dem Austrieb entfernt werden. Ältere Pfingstrosen hingegen benötigen weniger Schutz und müssen – außer bei sehr harten Wintern – nicht abgedeckt werden. Die Kälte fördert teilweise sogar den Austrieb der Blüten im Frühjahr.
Bei Strauchpfingstrosen ist in schneereichen Regionen zu beachten, dass alte, brüchige Äste vor Winterbeginn locker zusammengebunden werden, um sie vor der Schneelast zu schützen, die sonst zu Schneebruch führen könnte.