Rosenbogen aufstellen

rosenbogen-aufbauenRosenbögen geben einem Garten einen romantischen und verwegenen Touch. Kletterrosen und Clematis können den Bogen in Kombination miteinander erklimmen und bedecken die Rankhilfe nach kürzester Zeit vollflächig.

Damit die Schönheit dieses Gartenaccessoires aber von Dauer ist, muss der Gartenbesitzer das Vorhaben Rosenbogen vorab gut durchdenken. Der Bogen soll den Rosen als sichere und standfeste Rankhilfe dienen. Wind und Wetter muss er trotzen können. Das kann er nur, wenn das richtige Material gewählt wird.

Auch die Befestigung des Bogens muss Sicherheit und Standfestigkeit bieten, damit das Gerüst auch das nächste Unwetter überdauert. Den Bogen irgendwo im Garten in der Erde zu stecken und mit Rosen zu bepflanzen, reicht daher nicht aus. Ein festes Fundament und ein durchdachter Standort müssen her.

Rosenbogen richtig aufbauen

Ein halbschattiger, halboffener Platz als Standort für Rosenbögen

Gerade Kletterrosen brauchen viel Platz, denn sie bilden oft lange Triebe aus. Dieser Platzanspruch muss bei der Standortwahl für einen Rosenbogen unbedingt Beachtung finden, da enge Platzverhältnisse die Rosen sonst schwächen und sogar eingehen lassen. In engen Verhältnissen findet außerdem ungenügend Luftzirkulation statt.

Da Rosen für Pilzbefall anfällig sind, bedrohen Standorte ohne solche Luftzirkulation ihre Gesundheit, denn an solchen Plätzen gedeihen Pilze am besten. Aber Vorsicht, denn auch permanenten Zug vertragen Rosen nicht sonderlich gut. Durchgangsplätze, wo kontinuierlich ein Lüftchen weht, eignen sich als Standort für den Rosenbogen daher ebenso wenig.

Zu nahe am Haus ist die Aufstellung unangebracht, aber auch zu frei im Garten sollte der Bogen nicht stehen. Halboffene Standorte sind geeignet, denn sie bieten ein Mittelmaß aus Luftbewegung und Ruhe, was für Rosen als Standortseigenschaft ideal ist.

Da Kletterrosen nur in der Sonne gut gedeihen, sollte der Rosenbogen außerdem immer an einem ausreichend sonnigen Platz des Gartens unterkommen. Direkte Mittagssonne kann die Kletterpflanzen allerdings verbrennen. Daher sind halbschattige Standorte die beste Wahl.

Rosenbögen aus Metall lassen sich leichter montieren

Was das Material für den Rosenbogen betrifft, gilt Robustheit als oberste Priorität. Die Rankhilfe muss Wind und Wetter überstehen. Außerdem muss sie das Gewicht der Rosen tragen können, das auf keinen Fall unterschätzt werden sollte. Sowohl Holz, als auch Metall werden dem Anspruch der Robustheit gerecht.

Beide Materialien bieten ihre Vor- und Nachteile. Wofür die Entscheidung fällt, hängt zum einen vom persönlichen Geschmack und zum anderen von der Pflegebereitschaft für den fertigen Bogen ab.

Optisch sind Rosenbögen aus Holz ein echter Hingucker. Die meisten Menschen empfinden sie mit der Metallvariante verglichen als schöner. Im Garten wirken sie natürlich und machen sich optisch gerade aus diesem Grund ideal. Gerade im Außenbereich hat diese Schönheit aber ihren Preis, denn als organischer Stoff ist sogar Hartholz wie Teak oder Douglasie anfällig für Verfall.

Kurzum muss Holz draußen gepflegt werden, um den Witterungsverhältnissen standhalten zu können. Zu diesen Pflegemaßnahmen gehört zum Beispiel die regelmäßige Beschichtung mit Öl, Wachs, Lasur oder Lack. Wer diese Pflegemaßnahmen nicht verfolgt, wird mit dem Bogen nicht lange Freude haben, denn unbehandelt beginnt das Holz unter dem Einfluss von Feuchtigkeit schnell zu verfallen.

Da die Rosen den Bogen umranken sollen, gestaltet sich die Pflege eines Bogens noch aufwändiger und schwieriger als bei anderen Holzgebilden im Außenbereich. Gerade die Verankerung im Boden ist mit Holzbögen meist nicht von Dauer, da die Holzfüße von Erde umgeben noch leichter zu faulen beginnen. Umgehen lässt sich dieser Verwesungsprozess nur mit einem Betonfundament, in das man widerstandsfähige Fußkappen für die Holzfüße einlässt.

Metall eignet sich für einen Rosenbogen insofern besser als Holz, als dass die Verankerung im Boden bei Metallfüßen problemlos möglich ist, auch wenn keine Fußkappen genutzt werden. Beim Kauf muss lediglich auf eine rostfreie Legierung Acht gegeben werden. Auch Witterungseinflüsse haben Metall mit einer solchen Legierung weniger an als Holz.

Pflegeaufwand besteht für einen Metallbogen daher keiner. Allerdings verliert Metall unter der Rosenpracht schneller an Wirkung, als Holz. Metallene Rosenbögen sind so oftmals gänzlich unauffällig und verschwinden zuweilen gänzlich unter den Rosenranken. Da das aber rein optische Aspekte sind, ist die Entscheidung für einen Metallbogen letztlich trotzdem empfehlenswerter als die Wahl der Holzvariante.

Aber Achtung: An der glatten Metalloberfläche fällt den Rosen das Ranken Anfangs schwerer, als auf Holz. Eventuell muss der Gartenbesitzer die jungen Kletterpflanzen in der ersten Zeit daher mit Stöcken oder Drähten beim Ranken unterstützen. Sobald die Rosen kräftiger werden und den Bogen bis zu einer gewissen Höhe erklommen haben, lassen sich diese zusätzlichen Rankhilfen aber wieder abnehmen.

Egal ob die Entscheidung für Holz oder Metall fällt: Immer die richtige Breite und Höhe wählen. Unter zwei Metern sollte der Bogen nicht hoch sein. Für die Breite gilt ein Richtwert von mindestens 80 Zentimetern bis zu einem Meter. Wer diese Richtmaße nicht beachtet, riskiert, dass der bewachsene Bogen am Ende unangenehm eng wirkt.

Schritt für Schritt zum Rosenbogen

  • Wenn der richtige Standort und ein geeigneter Rosenbogen gefunden sind, lässt sich die Rankhilfe auch schon montieren.
  • Für jeden Fuß des Rosenbogens rund 55 Zentimeter tiefe Löcher ausheben.
  • In die ausgehobenen Löcher entweder Bewährung oder Rohrstücke stecken, die breiter sind als die Füße des Bogens. Bei Holzbögen zusätzlich Schuhe für die Füße einbringen.
  • Beton anmischen und in die Löcher füllen.
  • In den noch flüssigen Beton die Füße des Rosenbogens stecken.
  • Bevor der Beton erhärtet, den Bogen mithilfe einer Wasserwaage ausrichten.
  • Die Kletterrosen erst pflanzen, wenn der Beton völlig ausgehärtet ist, was je nach Hersteller einige Tage dauern kann.
    Viel Freude mit dem neuen Prachtstück.